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3.1.1.
Wann ist eine logopädische Abklärung angezeigt?
Eine logopädische Abklärung ist dann
angezeigt, wenn ein Kind in einem oder mehreren der unten genannten Bereiche
auffällt und/oder wenn sich die Eltern Sorgen bezüglich der
Sprachentwicklung ihres Kindes machen.
Bei Spracherwerbsstörungen ist die
Früherkennung sehr wichtig, d.h. im Alter von 2 bis 3 Jahren. Wenn ein Kind
mit einer verzögerten oder auffälligen Sprachentwicklung durch eine gezielte
logopädische Therapie und/oder Beratung der Bezugspersonen möglichst früh
unterstützt wird, können sekundäre Probleme vermieden oder zumindest
vermindert werden.
Häufig entwickeln Kinder mit einer
Spracherwerbsstörung auffällige Verhaltensmuster (z.B. Aggressionen,
Verweigerung der Kommunikation, Rückzugverhalten, Hyperaktivität), weil sie
z.B. oft nicht verstanden werden und deshalb frustriert sind, selber Sprache
schlecht verstehen oder zu oft korrigiert werden und dadurch verunsichert
sind.
Oft zeigt sich auch im Spiel die verzögerte
Entwicklung, z.B. dass sich das Kind nicht alleine beschäftigen kann oder
Schwierigkeiten hat, mit anderen Kindern in ein Spiel zu kommen
Bei Auffälligkeiten in folgenden Bereichen ist
eine logopädische Abklärung sinnvoll:
Spracherwerb
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Das Kind spricht mit 2 1/2 Jahren nur
einzelne Wörter. |
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Das Kind hat grosse Mühe, seine
Bedürfnisse und Gedanken sprachlich mitzuteilen. |
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Ein Kind zeigt Auffälligkeiten im
Spracherwerb auf Grund von Wahrnehmungsproblemen im Tast-, Hör- oder
Sehbereich (z.B. infolge häufiger Mittelohrentzündungen). |
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Sprachverständnis |
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Das Kind interessiert sich mit 3
Jahren noch kaum für Geschichten, weil es den Zusammenhängen nicht
folgen kann. Es versteht Anweisungen ausserhalb des alltäglichen
Geschehens nicht oder nur ungenau. |
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| Grammatik |
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Das Kind spricht mit 4 Jahren
grammatikalisch sehr auffällig. |
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| Wortschatz
und Wortfindung |
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Das Kind hat Mühe, Dinge oder
Tätigkeiten differenziert und korrekt zu benennen. |
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| Aussprache |
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Das Kind spricht schwer verständlich. |
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Das Kind bildet oder verwendet im
5./6. Lebensjahr einzelne Laute oder Lautverbindungen falsch. |
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| Mundmotorik |
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Das Kind hat eine verminderte
Wahrnehmung im Mundbereich, eine schlaffe Muskulatur, ein falsches
Schluckmuster oder Mundatmung. |
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| Stimme |
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Das Kind fällt länger als 4 Wochen
durch seine Stimme auf: z.B. durch Heiserkeit oder Näseln. |
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| Redefluss |
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Das Kind stottert. |
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Das Kind spricht zu schnell und
verhaspelt sich häufig. |
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Mehrsprachigkeit |
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Das fremdsprachige Kind hat in seiner
Muttersprache Probleme im Spracherwerb und macht gleichzeitig auch im
Schweizerdeutschen nur geringe Fortschritte. |
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Schriftspracherwerb |
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Das Kind hat Schwierigkeiten im
Erlernen des Lesens und Schreibens und zeigt zusätzlich noch
Auffälligkeiten in der mündlichen Sprache.
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